Die Zukunft des Radios bleibt Digital

Radio ist bekannterweise ein Massenmedium. In Deutschland ist der Umstieg auf das Digitalradio DAB+ bisher noch nicht ganz gelungen.

Die Jugend

Die meisten Menschen hören Notgedrungen weiter UKW. Sobald sie aber die Vorteile von DAB+ einmal gesehen und gehört haben, wollen Sie ein Digitalradio kaufen. Sie haben zwar ihre Smartphones, aber dieses ist zu 99,9% mit der  Kommunikation zwischen Freunden und Familie per Facebook und WhatsApp ausgelastet. Sieht man in der Stadt einen Jugendlichen mit Headset, werden die Lieblingsstücke einer MP3 Playliste abgespielt. Kein Jugendlicher würde seine Ohren mit einem Radioprogramm über UKW-Empfang, mit der schlechten Headset-Antenne (falls man dieses als Antenne bezeichnen kann) bedudeln lassen, wenn er seine persönliche „The Best – Top 100 for me“ auf seinen Smartphone gespeichert hat. Bei einer Bitrate von 192 kbps bis Optimal 320 kbps für jedes Musikstück ist hier eine Disskusion fehl am Platz. Bei DAB+ im Handy sieht dieses anders aus. Kein Rauschen keine störenden Geräusche durch Funklöcher trüben den klaren Empfang über Digitalradio. Auch die Headset-Antenne ist dafür bestens geeignet. Ein Radio das zumindestens mit der eigenen MP3-Liste mithalten kann, wenn die Lieblingssendung im Radio läuft, aber noch Besorgungen in der Stadt erledigt werden müssen.

Der Haushalt

Sicherlich stehen in den vielen Haushalten in Deutschland UKW-Radios, aber wer sagt denn das diese eingeschaltet werden? Es waren Rituale, jeden Morgen im Deutschlandfunk die Presseschau zu hören. Diese Zeiten sind mit dem Internet und dem Smartphone vorbei dank Push-Nachricht und Co. Alleine durch das Smartphone haben sich Gewohnheiten und Rituale im Haushalt geändert. Nicht jedes im Haushalt stehende UKW Radio hat auf seinen Leiterbahnen und in seinen Kondensatoren in letzter Zeit Strom gespührt.

Radio in NRW

Von einer emotionalen, fest verankerten Radiolandschaft in deutschen Haushalten kann hier keine Rede sein, wenn ein Konsument in Dortmund 5 mal das gleiche Radioprogramm mit zeitversetzter Musik im Lokalprogramm, trotz unterschiedlicher Moderation hat. Die Rede ist von Radio Dortmund, Radio Unna, Radio Lippe-Westphalen, Radio Hamm. Zu guter Letzt bedudelt es Nachmittags sowie Nachts seine Hörer mit einen Mantelprogramm das vom „Radio NRW“. Ist soetwas Programmvielfalt im 21 Jahrhundert? Nein, es ist Monopol und Meinungsbildung auf einer gefährlichen Schiene.

Aber gerade dort in NRW wird der Konsument im Elektronikhandel nicht nur die Klangqualität von DAB+ als Kaufargument erfahren, sondern auch die Vielfalt der Radioprogramme als „DIE“ ausschlaggebende Kaufentscheidung zu 100% berücksichtigen.

DAB+ und das Smartphone

Das DAB+ Radio wird auch seinen IPhone Effekt bekommen, sobald es die Smartphone Hersteller endlich schaffen, DAB+ in jedes zukünftige Modell zu intigrieren, statt sich dem Dikat der Netzbetreiber zu unterwerfen. Auch hier die Politik zum handeln aufgerufen, So wie es bei den GPS-Empfängern im Handy war. Niemals währe in einem Handy heutzutage GPS, Glasnoss und zukünftig auch Galileo in einem intigriert, ohne politischen Druck von ganz Oben. Es müsste also in Zukunft heißen: Keine Lizenzen in Europa ohne DAB+ Chip im Smartphone.

Die ältere Generation

In der Realität knipst Oma aber nicht das gute alte Telefunken P300 an, sondern sorgt sich um Ihre Pflegestufe, sortiert Ihre Tabletten für Montag – Sonntag und weiß gerade mal noch, wie sie das Telefonat annimmt, weil sich die Tochter Sorgen macht ob mit der Mutter alles okey  ist. Dank der hohen Alterserwartung haben wir hier auch den Faktor Alterskrankheiten nicht aus den Augen zu verlieren für die Statistik. Ich habe im Altersheim kein einziges Radio gesehen. Diese Menschen sitzen auf dem Flur, starren Löcher in die Luft und warten auf die nächste Essensausgabe oder Beschäftigungsterrapie. Ausschließlich Röhren- und Flachfernseher waren zu sehen, kein Radio. Auch glaube ich nicht, dass diese Menschen im hohen Alter noch komplexität von Nachrichten und Politik begreifen werden. Was hier vieleicht gehört werden würde, ist die „Schlagerwelle“, wobei wir hier wieder beim Thema DAB+ angekommen sind.

Fazit

DAB+ wird UKW auf kurz oder lang ablösen, soviel steht fest. Es wird und muss eine Übergangszeit geben, aber die Abschaltung von UKW werden wir noch alle erleben. Nur ein kleines Manko bleibt: Keine Überreichweiten mehr. Aber dafür haben wir ja einen Bundesmux.

Jano

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